Die Nationalbibliothek Széchényi
Die Bibliothek Széchényi ist die ungarische Nationalbibliothek. Ihre Hauptaufgabe ist es, das gesamte schriftliche Kulturerbe Ungarns zu sammeln, zu bearbeiten und aufzubewahren. Das Sammeln von Hungarica (d.h. allen Büchern und Texten, die in Ungarn veröffentlicht wurden, sowie von im Ausland veröffentlichten Schriften, die sich mit Ungarn oder den Ungarn befassen) ist langfristig angelegt und wird so umfassend wie möglich durchgeführt. Die daraus entstehenden Sammlungen werden Benutzern zugänglich gemacht, sei es in Form von Pergamenten, in Papierform oder als elektronische Quelle. Man kann die Nationalbibliothek Széchényi daher auch als Ungarns nationales Gedächtnis beschreiben. Sie ist als solches das kulturelle Erbe aller Ungarn – sowohl innerhalb als auch außerhalb der ungarischen Grenzen – und gleichzeitig ein integraler Bestandteil der europäischen Kultur.
Durch die entwickelte Online-Präsenz der Sammlungen und auch der Leistungen der Bibliothek, präsentiert sich die Nationalbibliothek Széchényi umfassend und zeitaktuell., Auch dadurch wurde es möglich den Benutzerkreis von Forscher und Forscherinnen, interessierten Einzelpersonen, Bibliotheken, und Organisationsvertretern sowohl über das Internet als auch in der Bibliothek auf dem Budaer Burgberg selbst zu vergrößern.
Im Rahmen des CACAO Projektes nimmt die Ungarische Elektronische Bibliothek (MEK) , die Teil der Bibliothek Széchényi ist, in den Arbeitspaketen zur Aggregation und Evaluation eine bedeutende Rolle ein.
Die MEK wurde 1994 im Rahmen des Nationales Informations-Infrastruktur-Entwicklungs-Programm (NIIF) aufgebaut. Erster Teil der Arbeit der MEK war die Einrichtung einer zentralen Sammlung, die von der NIIF gehostet wurde und 1996 um eine Web-Oberfläche ergänzt wurde. Zwischen 1996 und 2000 wuchs die Sammlung bis auf 4000 Objekte an, und konnte 60.000-70.000 Besucher pro Monat erreichen.
Die MEK sammelt Quellen in den Bereichen Kultur, Ausbildung und akademische Forschung., die sich mit Ungarn oder Mitteleuropa befassen. Die Sammlung besteht aus textbasierten Ressourcen, schließt aber andere Formate wie Landeskarten, Notenblätter usw. nicht aus. Zudem werden auch Zeitungen und Zeitschriften gesammelt. Verknüpfungen bestehen mit anderen relevanten Quellen und Dienstleistungen.
Seit 1999 ist die MEK eine Abteilung der Nationalbibliothek Széchényi. 2001 wurden eigene Server der MEK mit erweiterten Sammlungen, Standard- Metadaten und Bibliotheksanwendungen sowie dem Electronic Periodicals Archive. in Betrieb genommen. Im Zeitraum zwischen 1999 und 2001 hostete die MEK das Online-Referenz-Dienst MIT-HOL (jetzt als LIBINFO bekannt), das sich seither zu einem Gemeinschaftsprojekt mit mehreren Bibliotheken in Ungarn entwickelt hat. In den letzten Jahren ist die Ungarische Elektronische Bibliothek eines der wichtigsten und populärsten Textarchive des ungarischen Internetraum geworden.



